SternlingeKindertagespflege
Pädagogisches Konzept

Wie wir mit Kindern leben.

Kein dickes Konzeptpapier — sondern eine Haltung. Hier erfährst du, was uns leitet: vom Bild, das wir vom Kind haben, bis zu der Art, wie wir mit dir als Familie zusammenarbeiten.
Unser Bild vom Kind

Jedes Kind kommt mit allem, was es braucht.

Angelehnt an die Waldorfpädagogik sehe ich jedes Kind als eigenständige Persönlichkeit — mit eigenen Bedürfnissen, eigenen Talenten und einem ganz eigenen Entwicklungsrhythmus.

Gerade die ersten drei Jahre sind die wichtigste Zeit: Das Gehirn entwickelt sich rasant, alle Sinne sind hellwach. Kinder sind in dieser Phase voller Neugier und wollen die Welt mit allen Sinnen begreifen. Meine Aufgabe ist nicht, sie zu „formen" — sondern sie liebevoll und achtsam zu begleiten und ihnen einen sicheren Rahmen zum Wachsen zu geben.

Kinder spielen im Sommer am Planschbecken im schattigen Garten
Eingangsbereich mit Krippenwagen und Infotafel für Eltern
Meine Haltung

Das Kind steht im Mittelpunkt.

Um jedes Kind herum möchte ich eine vertrauensvolle Gemeinschaft bilden — aus Eltern, mir und Großeltern — in der es sich geborgen und gut aufgehoben fühlt. Jeder Morgen beginnt mit einer liebevollen Begrüßung, damit jedes Kind an einem behüteten Ort ankommt.

Ein strukturierter Alltag mit festen Rhythmen und Ritualen gibt dabei Halt. Kindern und Eltern begegne ich auf Augenhöhe — ohne Unterschiede zu machen, egal welche Herkunft, Religion, Kultur oder welches Geschlecht.

„Räume wirken stumm, aber nachhaltig. Wir können sie nicht hören, aber spüren. Kinder kommunizieren mit ihren Sinnen."
Bildung & Förderung

Worauf wir Wert legen.

Förderung passiert bei uns nicht im „Unterricht", sondern ganz nebenbei — im Spiel, im Alltag, im echten Miteinander.

🗣️

Sprache

In Alltagssituationen, beim Bilderbuch-Anschauen, mit Fingerspielen, Singen und kleinen Aufträgen fördere ich Sprache ganz spielerisch und nebenbei.

🌳

Natur & Umwelt

Freispiel im Garten, Basteln mit Naturmaterial und Geschichten über die Jahreszeiten: Kinder lernen, die Natur als wertvolle Lebensgrundlage zu achten.

🎨

Kreativität

Kinder brauchen Fantasie. Beim Basteln mit Naturmaterialien, beim Malen und im Puppenspiel dürfen sie ihrer Schöpferkraft freien Lauf lassen.

🤝

Soziales Miteinander

In der Gruppe lernen Kinder, Kontakt aufzunehmen und mit Konflikten umzugehen. Erst suchen sie selbst nach Lösungen — ich greife ein, wenn es nötig wird.

🤸

Spiel & Bewegung

Jeden Tag viel Bewegung an der frischen Luft. Beim Toben testen Kinder ihre Fähigkeiten und Grenzen aus — wichtige Nahrung fürs wachsende Gehirn.

Kindeswohl & Werte

Eine Gemeinschaft, in der niemand außen vor ist.

Ich begleite jedes Kind auf dem Weg in die Selbstständigkeit — mit Verständnis, Zuneigung und einer führenden Hand. Die Kinder sind hier nicht nur, um betreut zu werden, sondern um miteinander Spaß zu haben und zu wachsen.

  • Gewaltfreie Kommunikation: wertfrei beobachten, Gefühle und Bedürfnisse wahrnehmen, Bitten aussprechen.
  • Wir haben keine Außenseiter — jedes Kind gehört dazu.
  • Konflikte lösen wir gemeinsam.
  • Jedes Kind hat seine eigene private Kiste.
  • Jedes Kind hat sein eigenes Bett für die Mittagsruhe.
Drei Kinder spielen gemeinsam mit Wäscheklammern und einer Holzkiste
Partizipation

Die Kinder dürfen mitentscheiden.

Schon die Kleinsten dürfen ihren Alltag mitgestalten. Ich nehme ihre Signale ernst und gebe ihnen — wo immer es geht — die Wahl.

🍽️

Beim Essen

  • · Neben wem sitzen?
  • · Probieren — ja oder nein?
  • · Womit essen?
  • · Beim Abräumen helfen?
🚼

Beim Wickeln

  • · Wickelraum oder WC?
  • · Schon die Toilette?
  • · Welche Wechselkleidung?
🌙

Beim Schlafen

  • · Allein umziehen oder mit Hilfe?
  • · Schnuller & Kuscheltier?
  • · Ins Bett begleitet werden?
🧸

Im Freispiel

  • · Wo spielen?
  • · Womit spielen?
  • · Wie lange?
  • · Eine Pause brauchen?
Garderobe mit Jacken und Schuhen der Kinder
Eingewöhnung & Abschied

In Ruhe ankommen — nach dem Berliner Modell.

Die Eingewöhnung ist der wichtigste Schritt. Wir orientieren uns am bewährten Berliner Eingewöhnungsmodell: behutsam, in Begleitung der Eltern, und immer im Tempo des Kindes. Plane dafür etwa 2 Wochen ein — wenn dein Kind mehr Zeit braucht, nehmen wir sie uns.

Genauso wichtig ist der Abschied: Wenn ein Kind zum Kindergarten wechselt, bereiten wir das frühzeitig vor — und feiern zum Abschluss ein kleines Abschiedsfest.

  1. 1
    Grundphase (3–5 Tage)
    Gemeinsam mit dir vor Ort. Dein Kind lernt mich und den Raum kennen.
  2. 2
    Erste Trennung
    Eine kurze Trennung — wenige Minuten — bei dir in Rufweite.
  3. 3
    Stabilisierungsphase
    Die Trennungen werden länger, dein Kind übernimmt mehr Sicherheit.
  4. 4
    Abschluss
    Dein Kind nimmt mich als sichere Bindungsperson an — die Eingewöhnung ist geschafft.
Begleitung & Zusammenarbeit

Wir ziehen an einem Strang.

Gute Betreuung lebt von Vertrauen, gegenseitiger Offenheit und Verlässlichkeit — zwischen Kind, Eltern und mir.

📒

Beobachtung & Dokumentation

Gezielte und spontane Beobachtungen halte ich mit Fotos und Notizen fest. Jedes Kind hat seinen eigenen Ordner — den es beim Wechsel in den Kindergarten mitbekommt.

👪

Partnerschaft mit Eltern

Ich verstehe unsere Zusammenarbeit als Erziehungspartnerschaft: offener Austausch, ein Elternabend pro Quartal und feste Entwicklungsgespräche. Kritik ist immer willkommen.

🛟

Verlässliche Vertretung

Über das Vertretungsmodell der Kindertagespflege ist im Krankheitsfall eine Ersatzbetreuung abgesichert — damit ihr euch jederzeit auf eine verlässliche Betreuung verlassen könnt.